Schlagwörter
Biodynamik, Gerda Boyesen, Heilende Kräfte im Tanz, Tanztherapie
/Wir suchen nach dem Wort lustig auf brasilianisch, finden erst mal nur italienische Varianten und stellen fest im Italienischen gibt es eine Vielfalt lustig zu sein, als ich dann vorschlage, lustig mit Lust zu verbinden, also, dass lustig was mit Lust zu tun hat werden wir nachdenklich. Lustvoll, ja, aber lustig? Dabei finde ich lustig ja viel lustiger als lustvoll, na, ja, das initiert die Lustebene in der Therapie von Libido bis Orgon, von Freud zu Reich und natürlich HKIT./ /Was treibt uns an? Unsere Lust. Aber, was ist Lust? Wann wird sie verhindert? Wer verhindert sie? Wie wirkt sich das auf unser Leben aus? Wo findet das alles in unserem Körper statt?/ /Ein anderes wichtiges Thema ergibt sich aus unserer Reise hier her. Wir sind am Meer. Wir sind auf einer Insel. Wir sind in einer anderen Kultur. Das Außen ist unbekannt, ungewohnt. Wir versuchen zu vergleichen, wo haben wir das schon einmal erlebt. Woran erinnert uns diese Situation. Langsam, langsam lassen wir zu, wie es hier ist. Wir sind auf Morro de Sao Paulo, Bahia, Brasil. Unvergleichlich. Was macht das mit der Körperarbeit? Was mit der Therapie? Was mit dem Tanz? Wie beeinflusst das Außen das Innen? Wie können wir diese Situation für unser Vorhaben auf dieser Tanzreise positiv nutzen? Wie tanzt das Innen mit dem Außen. / /Die Langeweile, das Nichtstun, die Weite des Meeres, die Begegnung mit dem eigenen Körper, den eigenen Gedanken, den eigenen Gefühlen? Wir sind hier auf uns gestellt. Wir kommen aus dem Machen und Tun und fallen an diesen Strand. Das Wasser kommt und geht und es ist ihm völlig wurscht, ob wir hier rumstressen oder uns ausruhen. Es ist bald Vollmond. Ich sehe Orion am Himmel. Wieviel Yang-Energie braucht es bevor wir uns dem Yin hingeben können?/ /Wir beginnen mit den vier Schritten des GFK-Prozesses: Beobachten - Fühlen - Bewerten - Handeln. Das hört sich so kurz gesagt an, ist aber ein langer Weg. Denn was beobachten wir, wenn wir uns unseren Füßen zuwenden? Und da sind wir gerade im therapeutischen Geschehen, bei den Füßen. Vom Schulter-Nacken-Kopf-Bereich kommend sind wir bei den Füßen gelandet. Eine völlig andere Welt und doch ein Körper und Eins. Wir beginnen also wieder wie bei Schultern und Kopf mit dem Spüren. Wie spüren sich die Füße der Klientin für mich als Therapeutin an. Wie spüren sie sich in dieser ersten Stunde für sie an. Es ist eine Abendstunde und ich nicke immer wieder ein beim Halten der Fersen./ /Dazu eine Geschichte von Gerda Boyesen, die den Geist der HKIT wiedergibt. Ein großer stattlicher Mann besuchte Gerda in ihrer Praxis. Er hatte sexuelle Probleme und saß Gerda gegenüber und erzählte, während sie zur Mittagszeit müder und müder wurde und einnickte. Nach der Stunde dachte Gerda. Das geht aber nicht. Das nächste Mal muss ich was mit ihm machen. Das hat sie dann auch getan. Sie war aktiv und dachte sich allerlei aus in der Arbeit mit ihm. In der darauffolgenden Stunde sagte der Klient zu ihr: Können wir es wieder so machen wie beim ersten Mal? Die letzte Stunde tat mir gar nicht gut. / /Das Credo dieser Geschichte ist: Die Therapeutin öffnet den Heilungsraum, der K. betritt ihn und heilt sich dabei selbst. Die Kommunikation von Yin und Yang im Gleichgewicht. Ich muss bei dieser Geschichte an den Mutterraum als Heilungsraum denken. Es war der warme, weiche Körper meiner Mutter, der mich annahm, ihr Schlaf war kein Hinderniss vielmehr ein Vorteil für mich. Wir trafen uns in den Schlafräumen unserer Körperlichkeit. Sie wurden zu meinen tiefsten Heilungsräumen. Sie haben den Geruch meiner Mutter. Gibt es etwas Köstlicheres? Der Schlaf ist einer von vielen anderen heiligen, heilenden Bewußtseinszuständen in denen Dinge möglich sind, von denen wir im Wachzustand nur träumen können: Den seinen gibt's der Herr im Schlaf. Psalm 127. / /Damit unterbreche ich heute die Fußerzählungen. Fortsetzung folgt./







