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~ Heilende Kräfte im Tanz in Brasilien

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Schlagwort-Archiv: Gerda Boyesen

Tanztherapie HKITgoesbrasil

06 Samstag Dez 2014

Posted by Gabriele Fischer in Uncategorized

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Schlagwörter

Biodynamik, Gerda Boyesen, Heilende Kräfte im Tanz, Tanztherapie

/Wir suchen nach dem Wort lustig auf brasilianisch, finden erst mal nur 
italienische Varianten und stellen fest im Italienischen gibt es eine 
Vielfalt lustig zu sein, als ich dann vorschlage, lustig mit Lust zu 
verbinden, also, dass lustig was mit Lust zu tun hat werden wir 
nachdenklich. Lustvoll, ja, aber lustig? Dabei finde ich lustig ja viel 
lustiger als lustvoll, na, ja, das initiert die Lustebene in der 
Therapie von Libido bis Orgon, von Freud zu Reich und natürlich HKIT./


/Was treibt uns an? Unsere Lust. Aber, was ist Lust? Wann wird sie 
verhindert? Wer verhindert sie? Wie wirkt sich das auf unser Leben aus? 
Wo findet das alles in unserem Körper statt?/


/Ein anderes wichtiges Thema ergibt sich aus unserer Reise hier her. Wir 
sind am Meer. Wir sind auf einer Insel. Wir sind in einer anderen 
Kultur. Das Außen ist unbekannt, ungewohnt. Wir versuchen zu 
vergleichen, wo haben wir das schon einmal erlebt. Woran erinnert uns 
diese Situation. Langsam, langsam lassen wir zu, wie es hier ist. Wir 
sind auf Morro de Sao Paulo, Bahia, Brasil. Unvergleichlich. Was macht 
das mit der Körperarbeit? Was mit der Therapie? Was mit dem Tanz? Wie 
beeinflusst das Außen das Innen? Wie können wir diese Situation für 
unser Vorhaben auf dieser Tanzreise positiv nutzen? Wie tanzt das Innen 
mit dem Außen.
/


/Die Langeweile, das Nichtstun, die Weite des Meeres, die Begegnung mit 
dem eigenen Körper, den eigenen Gedanken, den eigenen Gefühlen? Wir sind 
hier auf uns gestellt. Wir kommen aus dem Machen und Tun und fallen an 
diesen Strand. Das Wasser kommt und geht und es ist ihm völlig wurscht, 
ob wir hier rumstressen oder uns ausruhen. Es ist bald Vollmond. Ich 
sehe Orion am Himmel. Wieviel Yang-Energie braucht es bevor wir uns dem 
Yin hingeben können?/


/Wir beginnen mit den vier Schritten des GFK-Prozesses: Beobachten - 
Fühlen - Bewerten - Handeln. Das hört sich so kurz gesagt an, ist aber 
ein langer Weg. Denn was beobachten wir, wenn wir uns unseren Füßen 
zuwenden? Und da sind wir gerade im therapeutischen Geschehen, bei den 
Füßen. Vom Schulter-Nacken-Kopf-Bereich kommend sind wir bei den Füßen 
gelandet. Eine völlig andere Welt und doch ein Körper und Eins. Wir 
beginnen also wieder wie bei Schultern und Kopf mit dem Spüren. Wie 
spüren sich die Füße der Klientin für mich als Therapeutin an. Wie 
spüren sie sich in dieser ersten Stunde für sie an. Es ist eine 
Abendstunde und ich nicke immer wieder ein beim Halten der Fersen./


/Dazu eine Geschichte von Gerda Boyesen, die den Geist der HKIT 
wiedergibt. Ein großer stattlicher Mann besuchte Gerda in ihrer Praxis. 
Er hatte sexuelle Probleme und saß Gerda gegenüber und erzählte, während 
sie zur Mittagszeit müder und müder wurde und einnickte. Nach der Stunde 
dachte Gerda. Das geht aber nicht. Das nächste Mal muss ich was mit ihm 
machen. Das hat sie dann auch getan. Sie war aktiv und dachte sich 
allerlei aus in der Arbeit mit ihm. In der darauffolgenden Stunde sagte 
der Klient zu ihr: Können wir es wieder so machen wie beim ersten Mal? 
Die letzte Stunde tat mir gar nicht gut. /


/Das Credo dieser Geschichte ist: Die Therapeutin öffnet den 
Heilungsraum, der K. betritt ihn und heilt sich dabei selbst. Die 
Kommunikation von Yin und Yang im Gleichgewicht. Ich muss bei dieser 
Geschichte an den Mutterraum als Heilungsraum denken. Es war der warme, 
weiche Körper meiner Mutter, der mich annahm, ihr Schlaf war kein 
Hinderniss vielmehr ein Vorteil für mich. Wir trafen uns in den 
Schlafräumen unserer Körperlichkeit. Sie wurden zu meinen tiefsten 
Heilungsräumen. Sie haben den Geruch meiner Mutter. Gibt es etwas 
Köstlicheres? Der Schlaf ist einer von vielen anderen heiligen, 
heilenden Bewußtseinszuständen in denen Dinge möglich sind, von denen 
wir im Wachzustand nur träumen können: Den seinen gibt's der Herr im 
Schlaf. Psalm 127.
/


/Damit unterbreche ich heute die Fußerzählungen. Fortsetzung folgt./

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